Samsas Traum — Im Embryovernichtungslager - Letztlich bleibt uns nur die Hölle song lyrics and translation

The page contains the lyrics and English translation of the song "Im Embryovernichtungslager - Letztlich bleibt uns nur die Hölle" by Samsas Traum.

Lyrics

Gram und Stolz und Zuversicht:
Die Kräfte, die die Wege ebnen,
Halten was die Nacht verspricht…
Daß wir uns hier erneut begegnen.
Wir drehen uns im Teufelskreis,
Aus weiß wird schwarz, aus schwarz wird weiß,
Hinter den Bäumen, krank und hager,
Im Embryovernichtungslager.
Wir tanzen Euren Totentanz,
Und alles, was einstmals verbarg
Legt nun die letzte Wahrheit brach:
Am Ende bleibt Euch nur die Hölle.
Verehrte Fahrgäste, wir begrüßen Sie recht herzlich im Schnellzug
ins Embryovernichtungslager. Unser nächster planmäßiger Halt ist Nibelheim.
Scharlachroter Kindersarg,
An Deinen Wänden, hölzern, karg,
Zerbrechen im Takt der Glockenschlägel
Die weichen Kinderfingernägel.
Ist dies das Ende
Des Alptraums der mein Leben ist?
Die Saat, die in mir lebt,
Sich unter meinem Herzen hebt.
Die Armee der Verdammten:
Von der Decke hängen
Aufgereiht an Haken Embryonen
Ihre Rufe überdauern
Euer Leben, gar Äonen.
Verehrte Reisende, bitte beachten Sie: wegen einer Zugüberholung
verzögert sich unsere Weiterfahrt um sieben Minuten.
Ich wiederhole: um sieben Minuten.
Alle sind versammelt
Um den neuen Gott zu preisen,
Um das Kindlein aus dem Mutterleib
Mit Engelsklauen, Schicksalsatem, Feuerwind zu reißen.
Jede Brücke ist verbrannt
Und jede Umkehr ausgeschlossen,
Tausend Wege, eine Richtung:
In das Licht das Euch verzehrt,
Die Freiheit nimmt und Gottes Willen lehrt!
Trägst Du einen Traum nur,
Trägst Du jeden Traum zu Grabe.
All die Ängste, all die Bilder
Sind kein Fluch, sie sind die Gabe
Mit der Engel Dich beschenken,
Wenn sie Dich bei der Geburt berühren,
Mit der sie Dein Leben lenken,
Dich heimlich auf ihren Wegen führen.
Alle wollen nur die eine,
Alle wollen nur das Kind…
Das über Recht und Unrecht
Und den Fortbestand der Welt bestimmt.
Das, wenn es erst herangewachsen
Und zu voller Kraft gelangt ist,
Sich mit seinem Schöpfer mißt…
…und eine neue Flagge hißt.
Hängt die Schlampe höher!
Hängt sie zu den andern
Mißgeburten deren Seelen
Dort unter der Decke wandern.
Hängt die Schlampe höher,
Schlitzt die Fotze vorher auf,
Und reißt ihr den verfluchten Balg
Mitsamt dem Uterus heraus!
Trägt sie dieses eine,
Trägt sie jedes Kind zu Grabe:
Dann verleugnet sie die Herkunft,
Dann entsagt sie ihrer Gabe.
Selbst wenn sie kurz den Alptraum stillt,
Ob sie will oder nicht:
Sie entkommt niemals dem Morgengrauen
Und der Stimme Gottes, die in ihr spricht.
Vorbei an all den Truggestalten,
Entlang kupferbrauner, alter
Wände gräbt sich ein Nachtfalter
Seine Flugbahn, nicht zu halten
Strebt er nach der Türe hin
Durch deren Spalt gleißendes Licht
Wie Blut aus offenen Wunden bricht
Und schwindet dann gänzlich darin.
Samuel und Lilith
Folgen eilig seinem Locken
Und bestaunen jenes Schauspiel,
Das für sie der langen Reise Ziel
Bedeutet: wie Silberschneeflocken
Gleiten aberabertausend Motten
Durch das Lichter der Halle
Wehmütig dahin.
Die unscheinbar gefärbten Flügel,
Aufbrausend und ungestüm,
Umfliegen sorglos, sogar kühn,
Erhaben über jedes Zweifels Zügel
Einen Sprengkörper,
Viel höher noch als jeder Turm:
Mit großen Augen sehen sie
Die Traumtötungsmaschinerie.
Sie sind uns auf den Fersen, dicht,
Ich hör' schon ihre Stimmen.
Uns bleibt nichts and’res übrig,
Als die Bombe zu erklimmen.
Ich weiß nicht, was passieren wird:
Hör' ich in mich hinein,
Scheint dies für einen von uns beiden
Jetzt der letzte Weg zu sein.
Du weißt viel über Menschen,
Doch Du weißt nichts über mich:
Sieh' unter Dich, begreife,
Daß der Zeitpunkt ab dem ich
Nicht mehr nur ich selbst war…
Weit früher liegt als ich glaube?
Was heißt…
Das heißt, daß ich uns beiden
Noch heute Nacht das Letzte raube.
Husch, husch, kleines Mädchen,
Dreh' an der Uhren Rädchen
So schnell Du kannst die Zeit zurück,
Sonst bringt die letzte Nacht kein Glück.
Ist dies das Ende
Des Alptraums, der mein Leben ist?
Die Folgen sind mir jetzt egal,
Denn Fäden lassen eine Wahl:
Ich löse ihre Knoten auf
Und lasse Dich im Lichte stehen.
Manche Dinge kann man eben
Selbst mit Liebe nicht erkämpfen.
Folge nicht des Herzens Lauf
Und liebst Du mich, läßt Du mich gehen.
Ich traf Dich zweimal im Leben,
Nichts wird mehr den Aufprall dämpfen,
Denn am Ende bliebt uns nichts
Als tiefer Hölle Einsamkeit,
Die uns zerstört, uns auffrißt
Und mich bis in alle Ewigkeit
Daran erinnern würde, was
Ich diese Nacht verloren habe.
Ich vertraue meiner Herkunft,
Und ich glaube meiner Gabe:
Die Hoffnung stirbt zuletzt,
Vor ihr verendet meine Zukunft.
Mein Herz ist ein schwarzer Klumpen,
Meine Seele, sie ist wund,
So will ich, daß Du den Alptraum in mir
Ein für alle Male stillst:
Steck' sie mir in den Mund.
Wie Du willst.
Bitte…
Trägst Du nur die Liebe,
Trägst Du alle Welt zu Grabe.
All die Hoffnung, all die Sehnsucht
Ist kein Fluch, sie ist die Gabe
Mit der Engel Dich beschenken
Wenn sie Dich bei der Geburt berühren,
Mit der sie Dein Leben lenken,
Vom Anfang an’s Ende führ'n,
Und an des Endes Anfang
Schwebt fernab von Zeit und Raum
Zwischen Licht und Dunkelheit
Erneut ein allerletzter Traum.
Der die Zeit zum nächsten Ende wiegt,
Die Leere füllt, die Angst besiegt
Und aus verlor’ner Zauberkraft
Sich immer wieder selbst erschafft.

Lyrics translation

Grief and Pride and Confidence:
The forces that pave the way,
Keeping what the night promises…
That we meet here again.
We turn in the vicious circle,
White becomes Black, Black becomes white,
Behind the trees, sick and haggard,
In The Embryo Extermination Camp.
We dance Your dance of death,
And all that once hid
Now, the last truth broke:
In the end, you only have hell.
Dear passengers, We warmly welcome you on the express train
to the embryo extermination camp. Our next scheduled Stop is Nibelheim.
The Scarlet Child's Coffin,
On your walls, wooden, barren,
Breaking to the beat of the bells
The soft children's fingernails.
Is this the end
The nightmare that is my life?
The seed that lives in me,
Rises beneath my heart.
The army of the Damned:
Hanging from the ceiling
Lined up on hooks embryos
Outlasting their calls
Your life, even eons.
Dear travelers, please note: Due to a train overhaul
our journey is delayed by seven minutes.
I repeat: by seven minutes.
All are gathered together
To praise the new God,
To remove the infant from the womb
To tear with Angel claws, Breath of fate, fire wind.
Every bridge is burned
And any reversal excluded,
A thousand ways, one direction:
Into the light that consumes you,
Freedom takes away and teaches God's will!
Do you wear a dream only,
Carry every dream to the grave.
All the fears, all the pictures
Are not a curse, they are the gift
With the angel to give you,
When they touch you at birth,
With which they direct your life,
Guide you secretly on their paths.
All just want the one,
All just want the child…
About right and wrong
And determines the survival of the world.
That when it only grew up
And has reached full strength,
To measure himself with his creator…
...and a new flag is raised.
Hang the slut higher!
Hang them to the others
Miscarriages of their souls
There walk under the ceiling.
Hangs the slut higher,
Slits the pussy before on,
And you tear the Cursed brat
Out with the Uterus!
Does she wear this one,
She carries every child to his grave:
Then she denies the origin,
Then she renounces her gift.
Even if she briefly quits the nightmare,
Whether she wants to or not:
She never escapes the dawn
And The Voice of God that speaks in it.
Past all the deceptions,
Along copper brown, age
Walls a moth digs itself
Its trajectory, not to hold
He strives towards the door
Through their gap gleaming light
How blood breaks from open wounds
And then disappears completely in it.
Samuel and Lilith
Follow hurriedly his curls
And marvel at that spectacle,
The long journey destination for you
Means: like silver snowflakes
Glide but but a thousand moths
Through the lights of the Hall
Wistfully there.
The inconspicuously coloured wings,
Quick-tempered and impetuous,
Fly around carelessly, even boldly,
Exalted above any doubt reins
explosive devices,
Much higher still than any Tower:
With big eyes you see
The Dream Killing Machine.
They are on our heels, tight,
I already hear their voices.
We have nothing else left,
Than to climb the bomb.
I do not know what will happen:
I hear into myself,
Does this seem to be for either of us
Now to be the last way.
You know a lot about people,
But you know nothing about me:
Look under you, understand,
That the time from which I
Not only myself was…
Far earlier than I think?
What does…
This means that I have to
Tonight the last robbery.
Shoo, shoo, little girl,
Turn on the clock wheels
As fast as you can get the time back,
Otherwise, the last night brings no luck.
Is this the end
The nightmare that is my life?
I don't care about the consequences now,
Because threads leave a choice:
I untie your knots
And let yourself stand in the light.
Some things you can do
Do not fight with love.
Do not follow the heart's course
And if you love me, you will let me go.
I met you twice in my life,
Nothing will dampen the impact ,
Because in the end we have nothing left
Than Deep Hell loneliness,
That destroys us, eats us up
And me to all eternity
Would remember what
I lost that night.
I trust my origins,
And I believe my gift:
Hope springs eternal,
My future is dying before her.
My heart is a black lump,
My soul, it's sore,
So I want you to have the nightmare in me
Breastfeeding once and for all:
Put it in my mouth.
Suit yourself.
Please…
Do you only wear love,
Carry all the world to the grave.
All the hope, all the longing
Is not a curse, it is the gift
With the angel to give you
When they touch you at birth,
With which they direct your life,
From the beginning to the end,
And at the end beginning
Floating away from time and space
Between light and darkness
Another last dream.
Weighing the time to the next end,
Filling the void, defeating fear
And out of lost magic
Creates itself again and again.