Grabnebelfürsten — Mantelmann song lyrics and translation

The page contains the lyrics and English translation of the song "Mantelmann" by Grabnebelfürsten.

Lyrics

Die Grabestruhe wird nun zuletzt geöffnet
Genug behütet sind meine Schätze vor Staubkronen
Jene Kostbarkeiten mein einzig Hab und Gut
Erkenntnis-Niederlagen, Wege falsch gestellter Fragen
Nur Symbole einer Zeit — die doch nie wiederkehrt
Und alle meine Schätze teilen sich ihr Los
Die schönen nennt man häßlich, die häßlichen schön
Ich betrachte sie gesondert, bin auch dem Kleinen zugetan
Fernab dieser Truhe sind sie bloße Artefakte
Nicht für den, der sie gefunden
Nicht für den, dem sie gezeigt
Wie zu Grabe die Truhe getragen
Auf Schultern aufgebahrt, der verschlossene Sarg
Der Kragen des Mantels verschließt sich dem Licht
Ich harre still der Dunkelheit, schleich mich erst fort bei Nacht
Und gehe dann meines Weges
Und finde dann neues Gut
Dann ziehe ich meinen Mantel an
Dem Rohdiamanten, der nach mir suchte am Wegesrand
Ich teile meinen Mantel nicht
Ich selbst bin in den Stoff genäht
Gefühle, Gerüche, Gesehenes, Gehörtes — membranisoliert
Mein Mantel und ich sind der Fels in egal welchem Meer
Mantelmann
Ich bin der Mantelmann
Auf einmal wird mir klar
Die Versammlung tagt bei mir
Doch mein Terrain gefährlich
In das der Dieb mit der Beute entflohen
Fünf Mantelmänner reiten in den Sonnenuntergang
Mantelmänner, mit Mänteln aus schwarzem Leder
Einer nach dem anderen blickt noch einmal kurz zurück
Im Sonnenlicht zerfließen ihre Konturen
Auch ihr Mythos und ihre Spuren

Lyrics translation

The Tomb chest is now opened last
My treasures are protected enough from dust
Those treasures, my only belongings
Knowledge-defeats, paths of misplaced questions
Only symbols of a time - which never returns
And all my treasures share their lot
The Beautiful are called ugly, the ugly beautiful
I consider them separately, am also devoted to the little one
Far from this chest, they are mere artifacts
Not for the one who found them
Not for the one you showed
How to dig the chest carried
Laid out on shoulders, the closed coffin
The collar of the coat closes to the light
I wait still in the dark, only sneak away at night
And then go my way
And then find new good
Then I put on my coat
The Rough Diamond who was looking for me on the wayside
I do not share my coat
I myself am sewn into the fabric
Feelings, smells, Seen, Heard membrane isolated
My coat and I are the rock in no matter what sea
Mantelmann
I am the jacket man
Suddenly I realize
The Assembly meets with me
But my Terrain dangerous
Into which the thief fled with the booty
Five coat men ride into the sunset
Coat men, with coats of black leather
One after the other, looks back briefly
Their contours melt in the sunlight
Also their myth and their traces