Janus — Unter dem Eis song lyrics and translation
The page contains the lyrics and English translation of the song "Unter dem Eis" by Janus.
Lyrics
Es ist Nacht auf dem Grund des Sees
von irgendwo scheint trübes Licht
das alles taucht in mattes Grün
das sich an schwarzen Schatten bricht.
Da ist ein Wald auf dem Grund des Sees
aus wilden Ranken, Algen und Tang.
Ein Dickicht ist es, ein Dornengestrüpp
das alles in die Knie zwang.
Aufgeweichte Stämme
die sich langsam, wie im Schlafe wiegen
dürre, halbverfaulte Äste
die sich unter Lasten biegen.
Ich höre Seufzer wehen
heiseres Klagen
wie eine fremde Sprache
doch versteh ich, was sie sagen.
Hier bist du zu haus
jetzt bezahlst du den Preis.
Es gibt kein Erwachen
Unter dem Eis
wo die Schatten lauern
unter dem Eis
wo die Zeit zerfließt
unter dem Eis
im schwarzen Wasser
unter dem Eis
wo mein Hass gefriert.
Ich bin nicht allein auf dem Grund des Sees
das Harz gerinnt wie schwarzes Blut
zu Gesichtern auf den Stämmen
verzerrt in Angst und Wut.
Es ist ein Wald der atmet und spricht
der seine Äste reckt wie Arme
hin zum fahlen Licht.
Bei Gott, ich verfluche dieses trügerische Licht
auf die schwarze Rinde malt es sein Gesicht
das Gesicht meines Bruders
ich seh es und weiß
er ist hier bei mir
Unter dem Eis
wo die Schatten lauern
unter dem Eis
wo die zeit zerfließt
unter dem Eis
im schwarzen Wasser
unter dem Eis
wo mein Hass gefriert.
Schreist du?
Tobst du?
Weinst du
Tränen aus Eis?
Spürst du
fühlst du
Kälte
unter dem Eis?
Ich halte es nicht aus
meinen Bruder so zu sehen.
Ich kann nicht die Augen schließen
nicht den Kopf zur Seite drehen.
Mein Blick auf sein Leiden
so hoch ist der Preis
für immer gefangen
für immer hier
unter dem Eis
wo die Schatten lauern
unter dem Eis
wo die Zeit zerfließt
unter dem Eis
ich hör sie rufen
unter dem Eis
wo die Sünder büßen.
Doch das Bild verblasst
Wasser füllt meine Lungen.
Der Traum erstarrt
ich bin allein
unter dem Eis.
Lyrics translation
It is night on the bottom of the lake from somewhere dim light shines that all dips into dull green that breaks at black shadows.
There is a forest at the bottom of the lake of wild tendrils, algae and Tang.
It is a thicket, a thicket of thorns that brought everything to its knees.
Softened trunks that slowly, as in sleep weigh dry, semi-decayed branches that bend under loads.
I hear sighs blowing hoarse wailing like a foreign language but I understand what they say.
Here you are at home now you pay the price.
There is no awakening Under the ice where the shadow lurking under the ice where time dissolves under the ice in the black water under the ice where my hatred freezes.
I am not alone on the bottom of the lake the resin coagulates like black blood to faces on the trunks distorted in fear and anger.
It is a forest that breathes and speaks, stretching its branches like arms towards the pale light.
By God, I curse this deceptive light on the black bark it paints his face my brother's face I see it and know he is here with me under the ice where the shadows lurk under the ice where time melts under the ice in the black water under the ice where my hate freezes.
Are you screaming?
Are you raging?
Are you crying tears of ice?
Do you feel cold under the ice?
I don't keep seeing my brother like that.
I can not close my eyes do not turn my head to the side.
My view of his suffering so high is the price forever caught forever here under the ice where the shadows lurk under the ice where time melts under the ice I hear them call under the ice where sinners atone.
But the image fades water fills my lungs.
The dream solidifies I am alone under the ice.